Das sagt Colette über ihr Praktikumsjahr:

Ein ganzes Schuljahr durfte ich Teil der JKS im Palitzschhof sein, da ich mich entschied, den fachpraktischen Teil meiner Ausbildung hier zu verbringen. Zuerst machte ich mich mit der Einrichtung vertraut: ich bekam eine Hausführung, beschäftigte mich mit organisatorischem Papierkram und lernte meine Kolleg*innen kennen.

Nach den ersten Wochen und vielen Gesprächen bekam ich ein Gespür für meine Aufgabenbereiche und To-Do´s, welche ich selbstständig strukturierte und erledigte. So entstanden eigene Routinen, wie beispielsweise der Rundgang durch das Gebäude, da dieses sauber zu halten fester Bestandteil meiner Aufgaben war.

 

Zudem erlangte ich viel Wissen durch das Beobachten und Begleiten meiner Kolleg*innen. Die Einblicke in die interne und externe Kommunikation, alltägliche Verwaltungsaufgaben sowie die Öffentlichkeitsarbeit ermöglichten mir ein umfassendes Verständnis des Standortes. Das Erstellen von Flyern, Plakaten oder Grafiken für Social Media machte mir nicht nur viel Spaß, sondern war auch ein nützliches Output meiner Kreativität. So setzten sich meine Aufgaben hauptsächlich zusammen aus der Arbeit mit Canva, der unterstützenden Begleitung eines Kinderkurses, der Teilnahme an Meetings und Gesprächsrunden sowie der Vor- und Nachbereitung inklusive Planung und Durchführung von kreativen Mit-Mach-Angeboten.

 

Besonders bereichernd empfand ich die Arbeit in den Kinderkursen, da ich dort Sicherheit im Umgang mit Kindern zwischen 6 bis 10 Jahren gewann und diese im Prozesses des kreativen Arbeitens unterstützen konnte. Auch das selbständige Organisieren von kreativen Angeboten behalte ich in guter Erinnerung, wobei ich durch die kontinuierliche Unterstützung meiner Kolleg*innen immer ermutigt und mein Selbstbewusstsein gestärkt wurde. Mehrmals hatte ich die Möglichkeit, eigene Projekte umzusetzen, wie zB. ein Spiel zu erstellen oder eine Kursstunde zur kreativen Vermittlung von Kinderrechten zu geben.

 

Generell waren meine Aufgaben überwiegend abwechslungsreich und kreativ gestaltet, sodass ich die Einrichtung entsprechend ihrer Vielfältigkeit erleben konnte. Obwohl sich ein großer Teil meines Arbeitsalltages im Büro abspielte, verbrachte ich zudem auch viel Zeit in den Werkstätten und im Stadtteil. Die Arbeit in der JKS Palitzschhof fand ich besonders spannend, da durch die stadtteilspezifischen Gegebenheiten der Austausch mit anderen lokalen Vereinen und Initiativen alltäglich war. So konnte ich mich in die Planung von Weihnachtsangeboten, dem Kindertag oder dem Hoffest einbringen. Ergänzend zu meinem Einsatz in der JKS Palitzschof besuchte ich auch andere Standorte der JKS, um beispielsweise Vorbereitungen und die Organisation der Jahresabschlussausstellung zu unterstützen.

 

Insgesamt blicke ich mit großer Zufriedenheit auf meine Praktikumszeit zurück, weil ich durch diesen Ausgleich zum schulischen Alltag enorm viel lernen konnte, Erfahrungen sammelte und einen differenzierten Einblick in die Möglichkeiten kreativer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erhielt.